
Grėtė Šmitaitė (geb. 1994) ist Tänzerin und Choreografin mit Sitz in der Schweiz und in Litauen. Grėtė ist Absolventin des HZT Berlin (BA Tanz, Kontext, Choreografie) und Stipendiatin des danceWEB 2017. Von 2022 bis 2024 studierte Šmitaitė Clownerie, Choreografie, Physical Theater und Akrobatik bei Ira Seidenstein (Cirque du Soleil, Slava Snow Show). Seit 2025 ist Šmitaitė offizielles Mitglied der I.S.A.A.C. Seit 2022 ist sie Mitglied im Litauischen Tanzverband, und seit 2024 auch im Tanzverband Schweiz.
Šmitaitė entwickelt Choreografien, die mit Humor neue Perspektiven auf anspruchsvolle Themen eröffnen. Ihr erstes Solo-Stück What do I cry for? (2019) untersucht und hinterfragt das körperliche Bedürfnis zu weinen. Die Soloarbeiten Cracks (2022) und Meadow (2023) handeln von der Angst, zu lieben. My Ground does not Break. Version for Silence (2025) untersucht den Glauben und die Widerstandsfähigkeit von Frauen während des erzwungenen Exils und der Inhaftierung.
Ein weiteres Ziel von Šmitaitės Choreografien ist es, die Wechselbeziehungen zwischen Orten und Menschen zu enthüllen. Šmitaitė schuf ortsspezifische Tanzwerke: Shy Palms – ein Stück für 7 Zuschauer in Kaunas Fort IV (gemeinsam mit Sunayana Shetty, 2019); Winter Garden (2018); und ein umfassendes Forschungsprojekt zum ortsspezifischen Tanz, On Earth.
Im Jahr 2019 wurde Šmitaitės Tanzpraxis durch einen Dialog mit dem Choreografen Stephen Batts und dem Echoe Echoe Dance Theater während ihres Aufenthalts in Derry, Irland, sowie durch ein sechsmonatiges Mentoring mit S. Batts inspiriert. Šmitaitės Arbeit konzentrierte sich in dieser Zeit darauf, grundlegende Prinzipien des Tanzes zu erforschen, unabhängig davon, ob sie Kinder, ältere Erwachsene oder professionelle Tänzer unterrichtete.
Šmitaitės Tanzstücke wurden beim New Baltic Dance Festival in Vilnius, beim Contempo Festival in Kaunas, mit Unterstützung des Premiere-Programms auf Tournee durch Estland, beim Open Spaces Festival in Berlin, bei LT Art in Wien und bei der Baltic Dance Platform in Riga gezeigt.
Als Tänzerin arbeitete Šmitaitė von 2017 bis 2023 intensiv mit den Choreografen Doris Uhlich (Melancholic Ground, 2023; Gootopia – the Treatment, 2022; Gootopia, 2021; Seismic Session, 2017; Habitat, 2017; More than Naked, 2017), Ania Aristarkhova (Lust, 2018; Obnimashki, 2017; Zweites Stück, 2016; Rinnzekette, 2016) und Min Tanaka (A Body, 2017) zusammen.
Šmitaitė bietet Workshops für professionelle Tänzer:innen, Student:innen und Amateure in Litauen, der Schweiz und Deutschland an, die sich mit Tanz, Physical Theater und Clownerie befassen. Sie hat Austauschplattformen für junge Choreograf:innen initiiert, darunter Unending Research mit Liza Baliasnaja, und wurde eingeladen, Tanzkünstler:innen während der Forschungsplattform Bitės im Jahr 2021 zu betreuen. Seit 2022 ist sie Gastdozentin an der litauischen Akademie für Musik und Theater.
Im Jahr 2025 gründete Šmitaitė in der Schweiz den Tanzverein G S Projects. Mit ihm möchte sie Tanzprojekte schaffen, die zum Lachen bringen und dazu einladen, etwas zu wagen, sich Herausforderungen zu stellen und neue Verbindungen zu knüpfen.